E-Zigarette oder E-Shisha ?

Eine der ersten Entscheidungen, die man vor dem Kauf einer E-Zigarette treffen sollte...
Falls man einfach nur einen Zigaretten-Ersatz möchte, sollte man sich für eine klassische E-Zigarette entscheiden. Da die meisten Händler inzwischen standardmäßig Sub-Ohm Geräte empfehlen, sollte man direkt nach einer "Backendampfe" fragen. So nennen Dampfer Geräte, die vom Luftzug und Flash her eine klassische Tabakzigarette imitieren.
Diese Geräte haben eine geringe Dampfleistung und man benötigt ein Liquid mit mehr Nikotin. Dafür fühlt es sich aber auch eher wie eine normale Zigarette an.

Wer dagegen reichlich Dampf und möglichst wenig Zugwiderstand möchte, greift zu einer "Sub-Ohm Dampfe". Mit Leistungen zwischen 60 und 300 Watt erzeugen diese Geräte teils sehr viel Dampf, wodurch man auch nur noch sehr wenig Nikotin im Liquid braucht.
Nachteil dieser Hochleistungsgeräte ist neben dem hohen Stromverbrauch auch ein hoher Liquidverbrauch und die Tatsache, dass Passanten und in der Nähe aufhaltende Personen sich leichter gestört fühlen. Auch das Thema Akkusicherheit wird hier relevant denn einige der Geräte bringen die Akkus bei Maximalleistung an ihre Belastungsgrenze.

Mechanisch oder geregelt ?

Als Anfänger ist diese Frage sehr schnell geklärt. Definitiv GEREGELT!

Warum ?
Geregelte E-Zigaretten haben nicht nur den Vorteil, dass man die Dampfleistung mit +/- Tasten bequem einstellen kann, sie verfügen zudem auch über eine Schutzschaltung, die bei Bedienungsfehlern, Überlastung oder Kurzschluss eingreift, das "Feuern" verhindert und auf dem Display das Problem anzeigt.

Mechanische E-Zigaretten sind nur etwas für Profis.
Ihre Dampfleistung wird über den Widerstand des Verdampfers eingestellt, was für Anfänger zunächst recht kompliziert ist. Zudem haben diese Geräte KEINE Schutzschaltung. Überlastet man da den Akku z.B. durch zu niedrigen Widerstand oder versehentliches Dauerfeuern in der Hosentasche, kann es zu Schäden am Akku und schlimmstenfalls zum Ausgasen führen. Dabei entlädt der Akku schlagartig und der dabei entstehende Druck kann das ganze Gerät zur Explosion bringen.
Wann immer in den Medien über "explodierende E-Zigaretten" berichtet wurde, handelte es sich um diese sog. Mech-Mods.

Bei geregelten Geräten kann man dieses Risiko dagegen vergessen, sofern man die Akkusicherheit beachtet.

Fertigverdampfer oder Selbstwickler (RBA) ?

Auch hier sollten Anfänger zunächst zum Fertigverdampfer greifen.
Für Bastler ist es kein ansich kein Problem, ein Stück Draht um etwas rundes zu wickeln, mit zwei Schrauben anzuklemmen und etwas Watte durch zu stecken, wer aber nicht mit erweitertem technischem Fachwissen gesegnet ist, sollte zumindest anfangs einen Tank (Verdampfer) nehmen, der mit vorgefertigten Verdampferköpfen (Atomizer-Head) betrieben wird. Diese werden einfach in den Tank geschraubt und der Tank kann sofort mit Liquid befüllt werden.

Verdampferköpfe müssen nach einigen Wochen ausgetauscht werden.
Da es inzwischen unzählige verschiedene gibt, sollte man beim Nachkauf die genaue Typenbezeichnung kennen oder einfach den alten Verdampferkopf zum Händler mitnehmen. Dieser erledigt im Normalfall auf Wunsch auch gleich den Austausch.

Bei den sog. RBAs (Selbstwickel-Verdampfer) ist das ganze weit komplizierter und auch an dieser Stelle zu komplex um es detailiert zu erklären.
Man muss die richtige Draht-Sorte und Durchmesser wählen (z.B. Edelstahl V4A/0,5mm), diesen Draht dann sehr präzise in Form wickeln, in der Verdampferaufnahme kurzschlussfrei anklemmen, durchglühen und dabei sog. Hotspots beseitigen. Danach die richtige Menge Watte (auch da gibt´s unterschiedliche Sorten) in die entsprechenden Öffnungen und Kanäle legen, vorbefeuchten und wenn man alles richtig gemacht hat, passt der Nachfluss und der Tank läuft nicht aus. Falls nicht, zerlegt man das ganze wieder.

Es ist also etwas kompliziert und daher wohl nichts für Anfänger. Mit Fertigköpfen entfällt das alles.